Therapeutisches Verfahren

Die Behandlung mit Implantaten besteht aus mehreren Etappen:

1. Genaue Untersuchung.
Die erste Phase der Implantatbehandlung ist ein Gespräch mit dem Zahnarzt, gefolgt von einer gründlichen zahnärztlichen Untersuchung. Es wird auch eine Röntgenuntersuchung des Knochens durchgeführt, um den Zustand des Knochengewebes zu beurteilen und die Lage des zahnärztlichen Implantats zu bestimmen.

2. Einführen des zahnärztlichen Implantats.
Zunächst wird an der Stelle der geplanten Einführung des Implantats das Zahnfleisch angeschnitten. Diesen Anschnitt erfolgt hauptsächlich dafür, damit der Arzt vor dem Einsetzen des Implantats das zur Verfügung stehende Volumen und die Qualität der Knochen überprüfen kann und einen besseren Einblick in alle anatomischen Strukturen gewinnt. Im nächsten Schritt wird im Knochen eine kleine Öffnung ausgeschnitten, die dem Durchmesser des Implantats entspricht; dann wird das Implantat eingeführt. Dieses Verfahren ist für den Patienten sicher und erfolgt nur unter örtlicher Betäubung. Ist das Implantat eingeführt worden, legt der Arzt die Naht an, indem er die Ränder des Zahnfleisches miteinander verbindet. Damit ist die chirurgische Etappe zu Ende. Innerhalb von drei bis sechs Monaten verbindet sich das Implantat stabil mit dem Knochengewebe. Während dessen ist der Patient immer mit einer provisorischen Lösung versorgt.

3. Einsetzen des Verbinders – prothetische Etappe.
Im Falle der Einetappen-Behandlung wird nach dem Zusammenwachsen des Implantats mit dem Knochengewebe der provisorische Verbinder durch den dauerhaften ersetzt. Wird eine Zweietappen-Behandlung angewendet, umfasst die zweite Etappe die Durchführung eines kleinen Anschnitts, der erlaubt, das Implantat freizulegen und den Verbinder einzusetzen. Nach dem Anschrauben der Verbinder wird der nächste Abdruck abgenommen.

4. Einsetzen der Ergänzung und erneute Untersuchung
Nach der Anfertigung wird die Krone von dem Arzt einfach an dem Dentalimplantat befestigt. Üblicherweise erfolgen dann mehrere Kontrollvorstellungen, die zum Ziel haben, die Funktionalität und Ästhetik zu beurteilen. Und das ist alles. Der Unterschied zwischen den eigenen und dem neuen Zahn mit dem Implantat ist praktisch nicht wahrnehmbar.

WDie Erfolgsrate der Implantate ist hoch, derzeit wir sie auf 98-99% geschätzt.

Die Behandlung mit dem Einsatz von Dentalimplantaten ermöglicht die Rekonstruktion von Zähnen, die natürliche Zähne perfekt imitiert. Eine kleine implantierte Schraube erfüllt hier die Rolle der künstlichen Zahnwurzel im Knochen, wenn die Krone den echten Zahn ersetzt. Durch die Wahl der Farbe, die zum Rest des Gebisses passt, fügt sich die neue Krone perfekt in die echte Zähne ein. Das Einsetzen des Implantats alleine verhindert, neben der Rekonstruktion der Zähne, auch den Knochenschwund und die Hautschlaffheit um den Mund und an den Wangen.

1. Fehlen eines einzelnen Zahns

Ein fehlender Zahn, insbesondere im Vorderabschnitt, ist nicht akzeptabel. Der Wiederaufbau des Zahns in diesem sensiblen Bereich muss natürlich ästhetisch und völlig unauffällig wirken. Bisher war die primäre Behandlungsmethode das Ergänzen der Lücke mit einer Brücke. Als Unterstützung für die traditionelle Brücke werden gesunde Zähne neben der Lücke (prothetische Pfeiler) geschliffen. Diese Zähne können überlastet und dadurch zusätzlich beschädigt werden. Sogar bei der Anwendung der Lösung vom Typ Verbundbrücken, ohne Aufbereitung der Nachbarzähne, fehlt immer noch die nötige physiologische Belastung des Kieferknochens, der infolge dessen, wie ein untrainierter Muskel, schrumpft und das spätere Einsetzen des Implantats an der jeweiligen Stelle deutlich verkompliziert.

2. Größere Lücken im hinteren Zahnbereich

Lösung ohne Implantate: herausnehmbare Teilprothese mit Metallklammern. Verursacht Unbehagen als Fremdkörper. Der Zahn, an dem die Klammern befestigt sind, ist stark belastet. Die Kieferknochen schrumpfen. Implantologische Behandlung: zwei Implantate stellen die dauerhaften Wurzeln im Kiefer für eine Brücke dar oder fehlende Zähne werden 1: 1 durch Implantate ersetzt. Die festsitzenden Zähne verschaffen ein natürliches Sicherheitsgefühl, der Knochen schrumpft nicht, gesunde Zähne werden nicht geschliffen. Im Falle des Verlustes von weiteren Zähnen können die eingesetzten Implantate als integrativer Teil einer größeren prothetischen Rekonstruktion dienen.

3. Größere Zahnlücken - zahnlose Kiefer

Sind alle Zähne im Ober- oder Unterkiefer verloren, reden wir über Zahnlosigkeit, was die anspruchsvollste und problematischste Situation darstellt, um dem Patienten die volle Funktion und gutes Aussehen wiederzugeben. Die übliche traditionelle Acrylprothese, seit vielen Jahren verwendet, schafft hier neue Probleme. Die neu fertiggestellte Prothese passt zu der anatomischen Form des Kiefers nur kurze Zeit. Der zahnlose Kiefer wird sehr schnell dem Knochenschwund ausgesetzt, denn bei einer Prothese wird die Kaukraft weiter nach unten nicht so wie bei natürlichen Zähnen übertragen, was zum Druck und infolge dessen zum Knochenverlust und mangelnder Haftung führt. Die Standardprothese wird schnell wackelig; dann muss sie neu angepasst, geschliffen und unterfüttert werden, aber diese Probleme lassen sich sehr selten auf lange Sicht lösen. Sogar zahlreiche Haftklebstoffe helfen nicht, um die Prothese ordnungsgemäß zu befestigen. Die Patienten beklagen oft Schmerzen und Entzündungen des Zahnfleisches unter der Prothese. Das wird zusätzlich durch ständiges Gefühl der Unsicherheit begleitet. Es gibt erhebliche Hindernisse beim Sprechen, erschwertes Lachen und Essen sowie Fremdkörpergefühl im Mund durch die ausgebaute Gaumenplatte der Prothese.

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